
Taxi ins Berliner Umland im Überblick
Rund um Berlin liegen Brandenburger Städte und Gemeinden, von Pendlerorten wie Teltow oder Falkensee bis zu Seebädern wie Bad Saarow und Werder an der Havel. Fast alle hängen am Berliner Ring (A10), weshalb das Auto vom Flughafen aus oft die direkteste Verbindung ist.
Warum das Taxi schon vor der Landung buchen?
Am Taxistand des BER warten Wagen für die ganze Region, doch eine Taxameterfahrt ins Brandenburger Umland hat Tücken: Welcher Tarif bei einer langen Taxameterfahrt ins Umland gilt, regeln die Taxivorschriften für den BER, und eine lange Strecke über den Ring summiert sich. Beim vorbestellten Privattransfer geben Sie die vollständige Adresse ein, sehen vor der Bestätigung den Gesamtpreis für das Fahrzeug und wissen, dass Ihr Gepäck hineinpasst. Ihr Fahrer verfolgt die Flugnummer, eine spätere Landung kostet Sie also nicht die Fahrt.
Für Ziele jenseits des Umlands gibt es die Seite Fernfahrten vom BER. Wie sich Taxameter und gebuchter Preis grundsätzlich unterscheiden, zeigt die Preisübersicht ohne Zahlen.
Süden: Schönefeld, Wildau, Königs Wusterhausen, Ludwigsfelde, Bad Saarow
- Schönefeld – der Flughafen gehört selbst zur Gemeinde; Ortsteile wie Großziethen, Waltersdorf oder Waßmannsdorf erreichen Sie oft in 10–20 Minuten. Auch kurze Strecken lassen sich ganz normal buchen.
- Wildau – etwa 15–25 Minuten über den südlichen Ring. Wenn Sie zur Technischen Hochschule möchten, nennen Sie die Straße des Gebäudes statt nur „Hochschule“.
- Königs Wusterhausen – rund 20–30 Minuten. Schloss, Altstadt und Bahnhof liegen an der Dahme; sagen Sie dazu, ob Sie ins Zentrum oder an eine Seeadresse in Zernsdorf oder Neue Mühle wollen.
- Ludwigsfelde – westwärts am Ring entlang, meist 25–40 Minuten. Die Industriegebiete sind weitläufig, deshalb das Werkstor oder den Firmeneingang aus Ihrer Einladung angeben.
- Bad Saarow – der Kurort am Scharmützelsee ist in dieser Gruppe die längste Fahrt, typisch 50–70 Minuten über A10 und A12. Viele Hotels liegen direkt am Ufer; mit dem Hotelnamen hält der Wagen nicht versehentlich an einer Nebenzufahrt.
Südwesten: Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Werder, Beelitz, Schwielowsee
Diese Richtung grenzt an Potsdam; hierhin führen besonders viele Fahrten zu Wohnadressen.
- Teltow – 25–40 Minuten, entweder durch den Berliner Süden entlang des Teltowkanals oder über den Ring. Altstadt und die neueren Wohngebiete am Kanal liegen einige Minuten auseinander.
- Kleinmachnow – 30–45 Minuten. Viele Straßen sind ruhige Villenwege mit ähnlichen Namen; Hausnummer und Name am Klingelschild erleichtern die Suche.
- Stahnsdorf – 30–45 Minuten. Wer den weitläufigen Südwestkirchhof besucht, lässt sich am besten am Haupteingang absetzen, nicht an einem der Seitentore.
- Werder (Havel) – 40–60 Minuten über die A10. Die Altstadt liegt auf einer Insel in der Havel; zum Baumblütenfest im Frühjahr sind die Zufahrten sehr voll.
- Beelitz – 40–55 Minuten. Die Stadt Beelitz und Beelitz-Heilstätten mit dem Baumkronenpfad sind getrennte Orte, mehrere Kilometer voneinander entfernt; geben Sie an, welchen Sie meinen.
- Schwielowsee – die Gemeinde umfasst Caputh, Ferch und Geltow rund um den See. Rechnen Sie mit 45–60 Minuten und nennen Sie immer den Ortsteil; Einsteins Sommerhaus steht in Caputh.
Norden und Westen: Falkensee, Hennigsdorf, Oranienburg, Bernau
Vom BER aus gesehen liegen diese Orte auf der anderen Seite Berlins. Je nach Verkehrslage wählt Ihr Fahrer die Stadtautobahn oder den äußeren Ring, beides ist üblich.
- Falkensee – 50–75 Minuten, direkt hinter Spandau. Die Stadt ist weitläufig; bei Adressen in Finkenkrug oder Seegefeld den Ortsteil mit angeben.
- Hennigsdorf – 50–70 Minuten, an der Havel nördlich von Spandau. Bahnwerk und Gewerbeparks haben mehrere Tore; nehmen Sie das aus Ihrer Einladung.
- Oranienburg – 50–70 Minuten, meist über den nördlichen Ring. Gedenkstätte Sachsenhausen und Schloss im Zentrum liegen nicht nebeneinander, also bitte das Ziel konkret nennen.
- Bernau bei Berlin – 45–60 Minuten über den östlichen Ring und die A11. Der historische Kern liegt innerhalb der alten Stadtmauer, der Bahnhof ist wenige Gehminuten entfernt.
Osten: Erkner, Strausberg, Fürstenwalde
- Erkner – das schnellste Ziel im Osten, häufig 25–40 Minuten. Für das Industriegebiet im benachbarten Grünheide tragen Sie das genaue Tor ein.
- Strausberg – 40–60 Minuten. Die Stadt zieht sich vom S-Bahnhof mehrere Kilometer bis zur Altstadt am Straussee; nennen Sie deshalb die Straße, nicht nur den Ort.
- Fürstenwalde (Spree) – 40–55 Minuten über die A12. Freitagnachmittags ist die Autobahn Richtung Polen stark belastet; für die Rückfahrt zum BER großzügig planen.
Eher nach Südosten? Der Spreewald und Tropical Islands haben eigene Seiten.
Was Sie dem Fahrer mitteilen sollten
- Vollständige Adresse mit Hausnummer und Ortsteil, denn viele Brandenburger Gemeinden bestehen aus mehreren Dörfern.
- Zugangshinweise wie Torcode, Privatweg, Schlüsselkasten am Ferienhaus oder eine Rezeption, die abends schließt.
- Fahrräder, Kinderwagen oder anderes sperriges Gepäck, damit die passende Fahrzeugklasse gebucht ist.
- Einen Firmennamen für den Beleg, falls Sie ihn für die Abrechnung brauchen.
Wo Sie Ihren Fahrer in der Ankunftshalle finden, steht auf der Seite Treffpunkt BER.
Zu welcher Tageszeit es eng wird
Die A10 ist werktags morgens und am späten Nachmittag am vollsten; an Baustellen sind 20 Minuten Verzögerung keine Seltenheit. An Sommerwochenenden zieht es viele an die Seen Richtung Werder, Schwielowsee und Bad Saarow. In den Norden und Westen ist spätabends oft die Strecke durch die Stadt schneller. Planen Sie bei der Rückfahrt zum BER einen Puffer ein, statt mit der kürzesten Zeit zu rechnen.
